Finanzsystem

Die wirklichen Ursachen der Finanzkrise

Gerhard Spannbauer
Logischerweise werden wir nun bei der offiziellen Erklärung der Finanzkrise
erneut für dumm verkauft. Zunächst hieß es, die Finanzkrise wurde durch
die Immobilienblase in den Vereinigten Staaten ausgelöst. Dann waren die
Wallstreetbanker und Hedgefondsmanager die Bösen. Danach die hiesigen
Banken und gierigen Manager. Glaubt man verschiedenen Politikern, dann
sind es die freien und ungezügelten Märkte und am Schluss kommt sogar
jeder Einzelne an den Pranger, weil wir als Konsumenten nicht genügend
Geld ausgeben.
Daher ist es angebracht, die wirklichen Ursachen beim Namen zu nennen.
Die weltweite Finanzkrise wurde und wird von vier Faktoren ausgelöst:
1. Eine Clique superreicher Familien (Rockefeller, Rothschild, Morgan und
weitere) arbeitet seit Generationen daran, die Welt unter ihre Kontrolle zu
bringen und hat dieses Ziel dadurch erreicht, dass es ihr gelang, sich das
weltweite Finanzsystem unter den Nagel zu reißen.
2. Die Notenbanken, die den Zins und die verfügbare Geldmenge
diktatorisch festlegen und die Welt mit unendlichen Summen zu günstigem
Geld fluten.
3. Die Regierungen, die immer mehr Geld ausgeben als sie zur Verfügung
haben und somit immer Mittel und Wege suchen, neues Geld zu bekommen
und dabei billigend in Kauf nehmen, dass sie sich über die nächste
Währungsreform zu Lasten ihrer Bürger entschulden.
4. Das heutige Geldsystem mit dem Zinseszinseffekt.
Das

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Keiner scheint Notiz zu nehmen, keiner scheint aufzupassen


abundanthope.net/pages/article_2410.shtml

übersetzt von Dream-soldier 

Ron: Anscheinend wurden bis zu 600 Manager in amerikanischen Banken, die von US-Steuerzahlern durch ein Notprogramm unterstützt wurden, bis $US 1,6 Milliarden Bonus ausgezahlt worden. Die Rechtfertigung hierfür ist, dass die Bezahlungen benötigt werden, um diese Manager dazu zu bringen, ihre Arbeit zu machen, für die sie jedenfalls äußerst gut bezahlt worden sind. Es scheint, dass diese älteren Bankmanager dieses besondere Geld brauchen, um motiviert zu sein.

 

Und natürlich wird dieses ausgezahlte Geld an die Manager nicht Gehalt oder Bonus genannt, sondern das Wort KOMPENSATION benutzt.

 

Zum Beispiel: Lloyd Blankfein, Präsident und Hauptgeschäftsführer von Goldman Sachs bekam letztes Jahr fast $54 Millionen Million als Entschädigung. Die Top fünf Manager von Goldman Sachs' erhielten eine Gesamtsumme von $242 Millionen mit nach Hause.

 

Goldman Sachs berichtet am 16. Dezember, dass sie wegen eines Quartalsverlust vom Steuerzahler eine Notfallunterstützung (Bailout) in Höhe von $ 19 Milliarden erhalten haben.

 

Keiner scheint Notiz zu nehmen, keiner scheint aufzupassen.

 

Lest diese Berichte und weint.....

www.msnbc.msn.com/id/28337800/%20

www.msnbc.msn.com/id/28344965/%20

www.msnbc.msn.com/id/28344688%20

Der Weltgeldbetrug - rette sich wer kann!

17. Dezember 2008 von Redaktion Wahrheiten.org   

 

Prof. Dr. Eberhard Hamer ist ein Mann vom Fach, was unsere Wirtschaft und das Finanzsystem angeht. In seinem Vortrag - dessen Zeitpunkt ich nicht kenne, vermutlich 2007 - nennt er Ross und Reiter beim Namen. Er spricht auch klare Warnungen und Empfehlungen aus.

Wenn man von so prominenter Position derartige Aussagen hört, die ansonsten nur den Schwarzmalern oder Weltuntergangsgurus zugeordnet werden, dann spricht das Bände.

Weiterlesen »

Warum überall Geld fehlt

"Gib mir die Welt plus 5 Prozent". Die Geschichte vom Goldschmied Fabian

50 aufschlussreiche Minuten über den grundlegenden Fehler in unserem Geldsystem und das grundlegende Geheimnis des Banken- und Geldwesen.
http://www.joytopia.net/fabian_film.html


Kommentar von Horst Hektor zu folgenden Filmbetrachtungen

Liebe Freunde, 

warum um alles in der Welt, sind wir noch nicht weiter als die Empfehlung meines geschätzten Weggefährten Martin Gadow, was das Thema seiner Email anbetrifft???

Das Ding  ist mit Händen zu (be)greifen und nichts ist bisher geschehen. Christ Michael hat mit der knappsten seiner bisherigen Unterschriften ausgesprochen, worum es in diesen Stunden Schritt für Schritt geht. "Lasst die Toten ihre Toten begraben"  ist das Eine und das andere habe ich gerade vergessen? Das wäre dann der Virus, der alles schafft; ALLES?  Ach so, ja: "Von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten" . GENAU DA SIND WIR JETZT!!! am 24. Januar 2009.

Die Bibel ´wurde 2000/2500 Jahre lang immer wieder auf die perfideste Weise subtil verhunzt und in  den Augen des materialistischen aber intelligenten Menschen ist sie heute  zu Recht insgesamt ein Märchenbuch geworden, wobei festzuhalten bleibt, dass den echten  Märchen, gerade weil sie als Märchen gelten, es gestattet blieb unterdrückte, gebannte, unerwünschte, ironisierte, verachtete und verurteilte Wahrheiten durch die Zeiten zu transportieren.

Ich kenne den Film nicht, spüre aber dass er im Trend liegt. Unsere genetisch angezüchtete - von den Anunnakis/Annanukis natürlich - Vorsicht gegenüber "Höheren Mächten und Gewalten" lähmt offensichtlich unser Denkvermögen in gewissen Richtungen, aber da es auf seelischer Ebene keine Opfer und Täter  gibt, sondern nur Vereinbarungen unter Seelenfreunden, sollten wir uns bei Vorlage und Vorliegen von Beweis oder Hinweismaterial aus dem besagten Reich der Toten, die ihre Toten begraben, entfernen! ODER?? "Wir haben unsere Körper unsterblich gemacht" Adam von Telos.

Ich schreibe unter dem Druck der letzten Sekunden und in Bezweiflung, dass der Film fähig ist, die unten von mir kondensiert Wahrheit, die ich LEDIGLICH aufmerksam KOPIERT habe, ihnen zu vermitteln. Aus diesem logischen Grunde dieser mein Zusatz. Bitte, stellen Sie der Wahrheit keine Bedingungen, etwa, wie höflich und leicht verdaulich sie anzukommen hätte. Letztendes ist Wahrheit so bedingungslos wie die Liebe.

Auf unseren gemeinsamen Aufstieg, dessen ich für mich selbst gesehen, absolut nicht "sicher" bin.

Ihr/Euer  HH

Die Mechanismen der materiellen Matrix

 

Derzeit gibt es einen ganz interessanten Film im Kino:  "Let´s make money"

Darin soll es um die Hintergründe der aktuellen Bankenkrise gehen.

 

„Let’s make MONEY“ folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter unser Geld vermehren und selbst bettelarm bleiben. Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist. Wir erleben die allgegenwärtige Gier und die damit verbundene Zerstörung, die mit unserem Geld angerichtet wird.

 

Komentar:

 

EIN MUSS FÜR JEDEN GIROKONTEN-INHABER!!! Schockierend, authentisch! Am Ende des Film muss man sich eigentlich für die westliche Zivilisation schämen. Gewinnmaximierungspolitik scheint wohl das größte Verbrechen der Menschheit zu sein?!

 


 

Let´s make money

 

Regisseur:
Erwin Wagenhofer

Länge 110

Dokumentarfilm

2008-Deutschland

 

 

 

 

Mit dem gleichen kühlen Blick für das Wesentliche, wie schon bei seinem Erstlingswerk We Feed The World, kratzt der österreichische Dokumentarfilmer an der Oberfläche der weltweiten finanziellen Verstrickungen. Das wenige, was er da in 110 Minuten zu beleuchten vermag, lässt einem bereits das Blut in den Adern gefrieren. Dieser Film sollte zum Grundwissen eines jeden gehören, der ein Bankkonto hat. Selten wurde ein Film durch das aktuelle Geschehen so brisant wie Erwin Wagenhofers neueste Dokumentation „Let´s make Money“. In Ihr folgt der Regisseur der Spur des Geldes im weltweiten Finanzsystem und zeigt dabei kritisch die Konsequenzen des ungebremsten Spekulierens mit immer größeren Geldbeträgen auf. Dabei weiß kaum noch ein Bankkunde, was mit seinem Geld geschieht oder wer es wo mit welchem Risiko anlegt.


Die Zeiten, in denen Dokumentarfilme in gelangweilte Schulklassen oder in die Sendung mit der Maus gehörten, sind lange vorbei. Wirklich volksnah wurden Dokumentarfilme erst durch Michael Moore. Während dieser sich üblicherweise auf publikumswirksame wunde Punkte Amerikas konzentriert und dabei seine Position lauthals propagiert, lässt Wagenhofer seine Interviewpartner sich allein aus deren eigener Kraft disqualifizeren, dokumentiert des weiteren Ist-Zustände als neutraler Beobachter. Natürlich ist auch Wagenhofer nicht neutral, doch seine Bilder lügen nicht. Die ganzen Versprechen unserer Banken und der Private Equity Funds, all die tollen Vokabeln, mit denen man unser Geld nicht ganz uneigennützig vermehren will, sie sind nur eine Fassade für weltweite Ausbeutung, Unterdrückung, Kinderarbeit, moderne Sklaverei. Man könnte es auch die Verarschung von vielen durch einige wenige nennen.

 

Als leichte Kost kann Let's make MONEY sicher nicht bezeichnet werden. Doch es ist unabdingbar, zu sehen, welche Schweinereien mit dem Geld unserer Banken angestellt werden. In unserem Namen, auf unsere Rechnung, und somit auch auf unser Gewissen. Uninformiertheit schützt vor Verantwortung nicht. Daher ist es Pflicht, diesen Film zu sehen, oder will wirklich keiner wissen, wieso es für Banker Sinn macht, in Spanien drei Millionen Häuser zu bauen und diese dann leer stehen zu lassen?

 

"GETRIEBENE IN EINEM


UNMENSCHLICHEN SYSTEM"

 

Mit "Let's Make Money" kommt Ende des Monats der Film zur Finanzkrise in die Kinos. Dokumentarfilmer Erwin Wagenhofer begleitete Investmentbanker und Fondsmanager über mehrere Jahre durch die oft undurchsichtige Finanzwelt. Sein ernüchterndes Fazit: Alle haben die Krise kommen sehen - nur hat es keinen interessiert, solange die Rendite stimmte.

 

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/interviewwagenhofer100.html

 

tagesschau.de: Herr Wagenhofer, Sie haben drei Jahre lang die Spur unseres Geldes im internationalen Finanzsystem verfolgt. Zum Filmstart nun ist die Krise losgebrochen. Gutes Timing?

 

 

 

AUF DER SPUR DES GELDES:

Der österreichische Filmemacher Erwin Wagenhofer.

 

Der Österreicher Erwin Wagenhofer (geboren 1961 in Amstetten) ist Autor und Filmemacher. Mit "Let's Make Money" setzt Wagenhofer seine Globalisierungskritik fort, die mit dem Film "We Feed the World" begann. Der Dokumentarfilm über die Massenproduktion von Lebensmitteln wurde zum erfolgreichsten österreichischen Dokumentarfilm aller Zeiten, auch in Deutschland sahen ihn 400.000 Kinobesucher. Für "Let's Make Money" führte Wagenhofers Reise auf der Spur des Geldes unter anderem in das Finanzzentrum London, auf den afrikanischen Kontinent, nach Indien, auf die Kanalinsel Jersey, in die Berge der Schweiz und an die Costa del Sol.Kinostart in Deutschland ist am 30.10.2008.


Erwin Wagenhofer: Es kann niemanden freuen, dass diese Krise jetzt so richtig losbricht. Tatsache ist, dass in den vergangenen drei Jahren all die Leute, mit denen wir gesprochen haben, diese Krise haben kommen sehen. Aber niemand hat etwas dagegen getan. Das ist für mich heute das Überraschendste. Das ist, als ob Sie im Auto sitzen und mit 200 Stundenkilometern durch die Gegend fahren. Je länger Sie das tun, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einen Unfall provozieren. Gegen die Finanzkrise hat niemand etwas getan - wissend, dass sowieso immer die Allgemeinheit bezahlt. Dahinter steckt ein Konzept.

 

tagesschau.de: Die Banker und Manager haben also weitergemacht, weil sie wussten, dass die Allgemeinheit für den Schaden aufkommen würde, während sie abkassieren?

 

Wagenhofer: Ganz genau. Und das ist die wichtigste Botschaft des Films. Die Krise kam nicht wie eine von Gott gegebene Naturkatastrophe über die Menschen, sondern sie ist von Menschen gemacht. Am größten Finanzplatz der Welt in London arbeiten zwei Millionen Menschen, alles gut ausgebildete Leute. London ist eigentlich ein einziger Hedgefonds. Diese Leute produzieren aber überhaupt keinen Wert im wirtschaftlichen Sinn, sondern schaufeln nur Geld hin und her, das dann irgendwo auf der Welt - wenn es mit der Realwirtschaft überhaupt noch etwas zu tun hat - für uns arbeitet. Das war der Ausgangspunkt für meinen Film. Die Banken werben: Lassen Sie ihr Geld arbeiten. Aber das kann ja nicht funktionieren, weil Geld selbst nicht arbeiten kann, das müssen andere tun. Und das passiert meistens über Ausbeutung.

 

tagesschau.de: Wie haben Sie die Menschen erlebt, die da im großen Stil mit unserem Geld hantieren?

 

Wagenhofer: Im Film sagt einer der ganz großen Investmentbanker in Asien: "The best time to buy is when there is blood on the street." Also: Jetzt klebt das Blut auf der Straße, jetzt können sie kaufen, jetzt können sie richtig Geschäfte machen.

tagesschau.de: Also skrupellose Geier?

 

Wagenhofer: Die Banker sind Getriebene von einem System, das unmenschlich ist. Und diese Leute sind nicht wirklich glücklich geworden. Unter den Bankern gibt es einen hohen Drogenkonsum, harte Drogen, viele leiden mit 30 Jahren schon unter einem Burn-Out-Syndrom. Wir haben während des Drehs für den Film viel mit Armut zu tun gehabt: Die beste Stimmung ist immer bei den Ärmsten. Da, wo wirklich das Geld sitzt, dort ist die schlechteste Stimmung.

 

Geld kein Wert an sich

 

tagesschau.de: Wie ergeht es den Bankern heute in der Krise? 

Wagenhofer: Das hängt jetzt davon ab, wie sich die Krise weiterentwickelt. Wenn diese Rettungspakete, wie schon in der Vergangenheit, kommen, dann geht es diesen Menschen weiterhin sehr gut. Denn so wird ihr System weiter bezahlt. Irgendwann wird periodisch die nächste Krise kommen. Oder man beginnt jetzt umzudenken und sagt: Ist es wirklich der einzige Sinn einer Gesellschaft, ununterbrochen Geld zu vermehren? Ist unendliches Wirtschaftswachstum in einer materiell endlichen Welt überhaupt möglich? Es ist ein Drama unserer Gesellschaft, dass die klügsten Köpfe in diese Systeme geschickt werden, um dort das Geld zu vermehren. Und nicht dazu herangezogen werden, die Probleme der Gesellschaft zu bewältigen.

 

tagesschau.de: Haben sich die Banker und Fondsmanager eigentlich gern über die Schulter blicken lassen? 

 

Wagenhofer: Die haben sich relativ bereitwillig filmen lassen. Ich begleite sie und animiere sie zum Reden. Die sind nicht gut oder böse, sondern sie sind Teil des Systems. Und Sie dürfen ja umgekehrt nicht vergessen, dass wir alle Teil dieses Systems sind. Auch wenn wir keine Aktien besitzen, auch wenn wir es gar nicht wissen. Unsere Pensionen, unsere Versicherungen landen irgendwann in den Händen derer, die damit arbeiten. Und auch wir wollten ja bis vor Kurzem hohe Renditen einfahren und haben uns gefreut, wenn sich das Geld vermehrt hat. Darum heißt der Film ja auch "Let's Make Money" - "Lasst uns Geld machen". Es gibt nicht die anderen, die die Bösen sind. Ich kritisiere auch gar keine Einzelpersonen.

 

FALSCH VERTEILTES GELD

 

tagesschau.de: Sondern?

 

Wagenhofer: Das System hat einen Fehler: Das Geld wird falsch verteilt, nämlich von den Armen zu den Reichen. Die Kapitalmengen haben sich in den vergangenen Jahren so stark erhöht, dass einfach zu viel Geld da war. Und das Geld muss arbeiten, wie uns das die Banken suggerieren. Aber beim Arbeiten richtet es eben auch sehr viel Schaden an.

 

tagesschau.de: Sie haben besonderen Einblick in die Geschäfte der Banken gewonnen. Wenn Sie heute eine Bank betreten, wie geht es Ihnen dann?

 

Wagenhofer: Ich habe mein Leben lang nie Geld besessen. Auch jetzt kaum. Ich beklage mich überhaupt nicht, aber ich habe nicht das Problem, dass ich irgendwo Geld habe und damit irgendwas machen muss. Und ich habe gewusst: Am meisten werden wir verarscht von den Banken. Außerdem werden wir verarscht von den Versicherungen. Und wir werden verarscht vom Lebensmittelmarkt. Das ist der Grund, warum ich diese beiden Filme gemacht habe (Anm. d. Red.: Sein vorheriger vielbeachteter Film "We Feed the World" beschäftigt sich mit der Massenproduktion von Lebensmitteln).

 

tagesschau.de: Was erwarten Sie denn von den Banken?

 

Wagenhofer: Die Banken haben bis jetzt nicht verstanden, dass sie ein Dienstleistungsgewerbe sind. Sie sind dazu da, uns zu dienen. So wie die Wirtschaft da ist, uns zu dienen. Nicht wir müssen der Wirtschaft dienen.

 

Am Ende bezahlen immer die kleinen Leute

 

tagesschau.de: Ihr Film legt nahe: Wer sein Geld zur Bank trägt, macht sich zum Komplizen der Profitgier. Verwahren Sie Ihr Geld im Sparstrumpf?

Wagenhofer: Ich habe ein ganz normales Sparbuch. Eine Bank ist ja a priori nichts schlechtes, sondern eine gute Erfindung. Nur hat es eine Fehlentwicklung gegeben: Wir müssten fragen: "Was machen Sie denn mit meinem Geld, wenn ich es Ihnen bringe?" Und die Banken müssten dann Rechenschaft ablegen und sagen: "Ich verleihe es an den nächsten Tischler, ich mache dieses und jenes damit." Aber das hat uns bis jetzt nicht interessiert. Hauptsache war, dass sich das Geld vermehrt. Ich will mit meinem Film aussagen: Freunde, am Schluss bezahlt es immer ihr: Der kleine Mann und die kleine Frau auf der Straße.

 

Das Interview führte Claudia Witte, tagesschau.de

 

 

Die Welt ist ungerecht!“ ist eine längst bekannte Tatsache. Aber warum genau dem so ist, muss noch näher geklärt werden. Dieses Problem beleuchtet die österreichische Dokumentation „Let‘s Make Money“. Der Regisseur Erwin Wagenhofer (Feed The World) nimmt seine Zuschauer mit auf eine Reise durch die globalisierte Welt. Er deckt im Detail auf, wie die westliche Elite ihr Geld auf Kosten der Wehrlosen in den Entwicklungsländern vermehrt. Dabei liefert er eine messerscharfe Analyse des heutigen Finanzsystems, das bekanntermaßen gerade eine schwere Krise durchläuft. Durch die aktuellen Bankenpleiten erlangt der Film eine ungeahnte Brisanz.

Zu Beginn zeigt Regisseur Wagenhofer, wie in Afrika Gold aus einer Mine gesprengt wird. Die Verteilung macht stutzig: Nur drei Prozent bleiben in Ghana, der Rest geht an westliche Industriestaaten. Mit der kläglichen Quote muss der afrikanische Staat nicht nur seine Bevölkerung ernähren, sondern zudem seine enormen Schuldenberge abbauen. In Singapur fährt der Finanzguru Mark Mobius in seiner Limousine an einer Skyline vorbei. Er ist der Herr über einen gigantischen Fonds von 50 Milliarden Dollar, den er in „Emerging Markets“, also in Entwicklungsländern investiert. Ethik, Umweltverschmutzung und Ausbeutung interessieren ihn einen feuchten Kehricht. Am besten solle man dort investieren, wo auf den Straßen noch Blut klebt, erklärt er, ohne mit der Wimper zu zucken.


Wagenhofer erinnert sich an den Werbespruch einer Bank: „Lassen Sie ihr Geld arbeiten“, las er auf einem Plakat. Dabei könnten doch eigentlich nur Menschen, Maschinen und Tiere arbeiten, meint der Regisseur. Nach seinem Film über die Nahrungsmittelproduktion in einer globalisierten Welt („We Feed The World – Essen global“) erläutert er nun den Zuschauern die weltweiten Finanzströme. Seine These: Wer Geld auf einem Bankkonto deponiert, fördert die Ungerechtigkeit. Denn das Geld investieren die Manager in armen Ländern, um damit maximalen Profit zu erzielen. Dabei beuten sie praktisch zwangsläufig die dortige Bevölkerung aus. Denn „Outsourcing“ funktioniert eben nur, wenn sich durch niedrigere Produktionskosten der Gewinn maximieren lässt.

Das demonstriert „Let’s Make Money“ etwa an den Verhältnissen in Indien: Ein österreichischer Investor begutachtet eine Fabrik. Er interessiert sich für die Löhne der Arbeiter, für einen sauberen Ablauf der Produktion. Dann verhandelt er über weitere Zukäufe von Grundstücken. Das Gewinnpotenzial muss so schnell wie nur irgend möglich ausgeschöpft werden, sonst macht jemand anderes das Geschäft. Eine indische Uni-Absolventin frustriert dieses Prinzip. Sie kann nicht fassen, was ihre Regierung mit all dem Geld macht, das ausländische Investoren ins Land bringen. Anstatt die Firmen angemessen zu besteuern und damit die eigene Bevölkerung vor Armut zu schützen, lässt sie die Firmen die Gewinne ungehindert mit ins Ausland nehmen. Die Inder leben indessen auf der Straße, nächtigen am Strand oder in provisorischen Hütten am Rande der Kloaken, die einst Flüsse waren.


Besonders beeindruckend sind die zahlreichen hochkarätigen Gesprächspartner, die Wagenhofer für seine Doku gewinnen konnte. Gut ist auch seine erneute Entscheidung gegen jeglichen Kommentar. Nach einem kurzen Einleitungstext tritt der Regisseur selbst gar nicht mehr in Erscheinung, nicht einmal in Form von Interviewfragen. Er lässt seine Gesprächspartner frei erklären. Einer der faszinierendsten ist der ehemalige „Economic Hit Man“ John Perkins, der früher für den Geheimdienst arbeitete und heute Bücher über diese Zeit schreibt. Er erläutert etwa das Prinzip, den Entwicklungsländern riesige Kredite durch die Weltbank zu gewähren, aus denen die spätere Erpressbarkeit der Staaten resultiert. Wenn das nicht funktioniert, schicke Amerika eben seine Schakale, die die Regierung stürzen oder notfalls auch ermorden. Die beiden Irakkriege habe es gegeben, da in diesen Fällen nicht einmal dieses rabiate Vorgehen aufging. Saddam Hussein wollte sein Erdöl sogar in anderer Währung als in Dollar verkaufen, weshalb die USA ihr Militär abermals aussendete.


Faszinierend ist die Offenheit, mit der die Interviewpartner das schreckliche System erklären. Keiner zügelt seine Zunge, alle offenbaren ohne schlechtes Gewissen die ungeschminkte Wahrheit vom Raubtierkapitalismus. Selbst ein Kölner Investor, der für einen Private Equity Fonds arbeitet, gibt freimütig zu, dass Unternehmen seiner Branche zu Recht als Heuschrecken bezeichnet würden. Mit dieser verständlichen und klaren Analyse des weltweiten Finanzsystems werden keine revolutionären Neuigkeiten verbreitet. Aber dennoch schafft es Wagenhofer, den Zuschauer durch seine nur indirekte Beteiligung am Geschehen für sich zu gewinnen. Natürlich ist das Thema komplex und erfordert viel Aufmerksamkeit. Doch der Regisseur sorgt durch geschickte Unterbrechungen immer wieder für Luft für kleine Denkpausen.



Auch dem Thema „Subventionen“ nimmt sich „Let’s Make Money“ an. Durch Subventionen für die eigene Baumwollindustrie schützt Amerika etwa die hauseigene Wirtschaft. Doch dadurch werden die armen Baumwollpflücker in Burkina Faso geschröpft, die ihre – eigentlich höherwertigen – Produkte am Markt zu unnötig niedrigen Preisen verkaufen müssen. Wagenhofer zeigt auch, dass die Afrikaner dieses System längst durchschaut haben. Sie werden nach Europa drängen, wenn sich nichts ändert, ist ein Afrikaner felsenfest überzeugt.


Steuerparadiese dienen den Banken als Geldwäschemaschinerie. Denn mittels der Kombination von verschiedenen Rechtssystemen machen sie ein Nachvollziehen der Finanzströme praktisch unmöglich. Von 11,5 Trillionen Dollar privater Reserven, die in solchen Finanzparadiesen lagern sollen, ist die Rede. Diese institutionelle Steuerhinterziehung kostet die westlichen Staaten jährlich etwa 250 Milliarden an Einnahmen. Was Banker und Anwälte auf diesen Steuerinseln machen, ist jedoch legal, auch wenn es nach Meinung vieler Globalisierungskritiker abgeschafft gehört. Doch die Rechtssysteme der Oasen lassen bewusst Finanzen versickern, um selbst Kapital anzulocken. Ad absurdum führt deren Vorhaben die Erläuterung des Finanzministers der Insel Jersey. Mit piepsiger Stimme versucht er, sein Vorgehen zu rechtfertigen, was bestenfalls für Gelächter sorgt.

Fazit: Mit „Let’s Make Money“ ist Erwin Wagenhofer eine beinahe geniale Analyse des heutigen neoliberalistischen Finanzsystems gelungen. Einziges Manko ist die etwas unklare Struktur. Zwar ist der Film deutlich in acht Abschnitte gegliedert, doch aus dieser Einteilung ergibt sich nicht wirklich ein roter Faden. Dennoch schafft es der Film, in verständlichen Bildern zu erläutern, wie das Geld um den Globus flitzt. Dass Wagenhofer den Film nur mit Hilfe seiner Assistentin Lisa Ganser erstellt hat, klingt fast schon unglaublich – schließlich gibt er selbst zu, eigentlich kein Experte auf dem Gebiet zu sein.

Stefan Ludwig